baestard | Wohnbrücke
2039
post-template-default,single,single-post,postid-2039,single-format-standard,eltd-core-1.0.3,ajax_fade,page_not_loaded,,borderland child-child-ver-1.0.0,borderland-ver-1.16, vertical_menu_with_scroll,smooth_scroll,paspartu_enabled,paspartu_on_top_fixed,paspartu_on_bottom_fixed,wpb-js-composer js-comp-ver-5.5.2,vc_responsive

Wohnbrücke

Wohnbrücke

„Kommt zusammen und sprecht miteinander. Nur so entsteht Frieden auf der Welt.“ Diesen Satz ihres Großvaters hat Anne Woywod von der Stiftung Wohnbrücke Hamburg sprichwörtlich umgesetzt, mit Herzblut und Kreativität für ein besseres Miteinander Brücken zwischen den Kulturen geschlagen. Im Interview mit uns hat sie verraten, wie.

 

(baestard) Beschreibe kurz Dein Projekt, möglichst in drei Sätzen.  

(Anne Woywod) Die Wohnbrücke vermittelt Wohnungen an ehrenamtlich begleitete wohnungslose Menschen. Die Mietverhältnisse werden von geschulten Wohnungslotsen begleitet. Das in Hamburg für Geflüchtete erfolgreich erprobte Konzept soll jetzt auch in anderen deutschen Städten umgesetzt werden.

 

Welches ist das eine Wort, das mit Deinem Projekt gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Puuh, ein einziges Wort ist schwierig. Darf ich drei nennen? Integration. Ankommen. Teilhabe.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Dich aus?

Ich stehe mit Herzblut und kreativer Energie hinter dem, was ich tue, weil ich davon überzeugt bin, dass ich damit zu einem besseren Miteinander in unserer Gesellschaft beitrage.

 

Was sind Deine drei fundamentalen Regeln für den Erfolg (Deines Projektes)? Warum?

Auf den Punkt gebracht ist das der alte Wahlspruch, den mein Großvater aus dem zweiten Weltkrieg mitgebracht und mir als Kind ans Herz gelegt hat:
„Kommt zusammen und sprecht miteinander. Nur so entsteht Frieden auf der Welt.“
Übersetzt und auf die Wohnbrücke angewendet:
– Menschen mit ihren Einschränkungen, Vorbehalten, Hemmschwellen ernst nehmen.
– Begegnungen auf Augenhöhe schaffen.
– Gemeinsam Verantwortung für ein gutes Miteinander übernehmen.

 

In welcher Zeit hättest Du gerne mal leben wollen? Und was würdest Du anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdest Du der Welt geben?

Ich fühle mich nicht berufen, der Welt Ratschläge zu geben. Vielleicht bin ich in manchem, was ich tue, Vorbild für andere und mache Mut, Dinge zu tun, die man sich vielleicht nicht sofort zutraut. So vieles ist heute möglich, was früher undenkbar gewesen ist. Eine vergleichbare Aufbruchsstimmung, die dann aber leider böse nach hinten losgegangen ist, gab es vergleichbar vielleicht in den 1920er Jahren in Deutschland. Hätte ich damals gelebt, hätte ich versucht, unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen stärker miteinander zu vernetzen.

 

Welche Frage vermisst Du? Wie würde Deine Antwort darauf lauten?

Ich vermisse die Frage „Was kann der geneigte Leser tun, um zum Gelingen Deines Projektes beizutragen?“
Und meine Antwort darauf lautet: Bitte unterstützt das aktuelle Crowdfunding für die Übertragung der Wohnbrücke auf andere Städte finanziell auf www.startnext.com/wohnbruecke. Schon 5 € helfen sehr viel weiter!

 

Stiftung Wohnbrücke Hamburg  →  http://www.wohnbrücke.de/

 

(Foto © Wohnbrücke/Peter Vopelius)

baestard
No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.