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RecyCoal

RecyCoal

Hinter RecyCoal steckt ein unternehmerisch beeindruckendes Konzept, das der Nachhaltigkeit unter vielen Aspekten alle Ehre macht. Das Projekt verfolgt nicht nur das Ziel, die Lebensbedingungen von Menschen in ärmeren Regionen zu verbessern. Die Projektidee will auch der Existenz bedrohenden Waldrodung, Atemwegserkrankungen und dem Bildungsmangel entgegenwirken. Wie das, erfahrt Ihr im folgenden Interview mit Stephan-Andrés Saß.

 

(baestard) Beschreibe kurz Euer Projekt, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Stephan) Ziel von RecyCoal ist die Herstellung einer günstigeren und weniger schädlichen Alternative zur konventionellen Holzkohle, welche durch Abholzung des bedrohten Regenwaldes gewonnen wird. Diese wird durch Pyrolyse von ungenutzter Biomasse gewonnen. Bei unserem Ansatz eliminiert der Pyrolyse-Prozess bereits die meisten Schadstoffe, wodurch bei der anschließenden Verwendung der RecyCoal-Kohle weniger toxische Rauchgase entstehen.

 

Welches ist das eine Wort, das mit Eurem Projekt gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Green Charcoal.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Euch aus?

RecyCoal setzt sich besonders dadurch ab, dass wir ein sehr interdisziplinär aufgestelltes Team sind. Von Studierenden der Fachrichtungen Biologie über Umweltingenieurwissenschaften bis Geografie, ist unterschiedliches vertreten. Dies bringt immer frische Sichtweisen auf Problemstellungen und somit kreative Lösungsansätze. Als studentisches Team sind wir außerdem sehr flexibel, motiviert und mit der RWTH Aachen im Rücken nah an einem hervorragenden Netzwerk an Experten.

 

Was sind Eure „drei“ fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

1. Entwicklungsprojekte müssen wirtschaftlich sein. Unsere Erfahrung im Projekt und in der ganzen Organisation hat immer wieder gezeigt, dass der gewünschte Wandel am schnellsten durch wirtschaftlichen Aufschwung zu erreichen ist.

2. „One size fits all” funktioniert nur bei Socken. Wir glauben daran, dass komplexe Problemstellungen maßgeschneiderte Lösungen brauchen.

3. Um Menschen zu helfen, muss man mit ihnen arbeiten, nicht für sie. Nachhaltige Erfolge erreicht man auch in der Entwicklungshilfe nur durch ständige Kommunikation und Kooperation auf Augenhöhe.

 

In welcher Zeit hättet Ihr gerne mal leben wollen? Und was würdet Ihr anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdet Ihr der Welt geben?

Am liebsten hätten wir mit unserer Idee gerne kurz nach der Entdeckung des Feuers gelebt. Dann hätten wir das Konzept von RecyCoal direkt in den Alltag implementieren können und Regenwaldabholzung sowie HAP wären reine „was wäre, wenn“ Szenarien. Außerdem waren die Mietpreise damals sicherlich bezahlbarer.

„The best time to plant a tree was 20 years ago. The second-best time is now.” Wenn wir einen Ratschlag geben dürfen, dann wäre das ganz nach diesem chinesischen Sprichwort. Es ist noch nicht zu spät, etwas zu verändern. RecyCoal steht vor einer riesigen Aufgabe. Es gibt definitiv Zeiten, zu denen das Ziel sehr überwältigend wirkt und neuer Input reinkommt, der uns das Gefühl gibt, es sei zu spät für eine Veränderung. Genau diese Momente verdeutlichen, wie wir uns dieser Herausforderung gegenüber positionieren wollen. Es ist eben noch nicht zu spät, und wir packen an. Unser Ratschlag wäre somit, nicht die Hoffnung zu verlieren. Ganz im Gegenteil, pflanzen Sie den Baum.

 

Welche Frage vermisst Ihr? Wie würde Eure Antwort darauf lauten?

Kennt ihr weitere Projekte, die etwas ähnliches machen?

Unsere Antwort: Ja! RecyCoal ist Teil eines globalen Netzwerks – Enactus. In 36 Ländern engagieren sich mehr als 75.500 Studierende an über 1700 Hochschulen. Wir alle arbeiten an dem gemeinsamen Ziel, die Welt im Kleinen zu verändern, um Großes zu bewirken. Wenn Sie unser Projekt interessant finden, schauen Sie sich noch weitere Projekte von z.B. Enactus Aachen an. Es besteht immer die Möglichkeit, Projekte zu unterstützen oder ihren/seinen Teil zu tun.

 

RecyCoal  →  https://enactus.de/aachen/blog/project/recycoal/

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