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RecyCoal

RecyCoal

Das erste Interview mit den Projekt-Initiatoren von RecyCoal ist schon eine Weile her, nachzulesen hier. Seitdem hat sich bei den Machern des Projekts einiges getan und verändert. Wie es mit ihrer originellen Idee, der Regenwaldabholzung sowie häuslichen Luftverschmutzung in Afrika entgegenzuwirken, weiterging, erzählten uns dieses Mal Ines Güldenberg und Ben Yaschar Barenhoff in einer Neuauflage unseres Interviews gleich hier.

 

(baestard) Beschreibt nochmal kurz Euer Projekt, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Ines & Ben) Um der Regenwaldabholzung und Household Air Pollution (HAP) in Afrika entgegenzuwirken, haben wir ein Konzept entwickelt, um konventionelle Holzkohle als fossilen Brennstoff zu ersetzen. In unserem Projekt stellen wir aus ungenutzter Biomasse eine nachhaltige Kohle her, für die kein Baum abgeholzt werden muss. Die Produktion erfolgt mit Hilfe eines selbstgebauten, günstigen Systems, welches den Farmern vor Ort die Möglichkeit bietet, über den Eigenbedarf hinaus ihr Einkommen aufzubessern.

 

Was hat sich seit unserem letzten Interview bei Euch getan, was sich verändert?

Im Projekt sind viele neue Gesichter dazugekommen, wie das bei einem Team aus Studierenden häufig so ist. Wir haben viel an unserem System weitergearbeitet und bewiesen, dass es mit verschiedenen Biomassen funktioniert, beispielsweise mit Maisspindeln. In Ruanda hat unser Partner Leonidas mittlerweile ein funktionierendes System auf die Beine gestellt und schon einige Kilogramm Kohle auf dem Markt verkauft. Bei unserer nächsten Reise statten wir die nächsten Partner mit unserem System aus und planen hierfür gerade fleißig. Dafür können wir übrigens noch eure tatkräftige Unterstützung gebrauchen > Support RecyCoal

 

Welche war Eure unliebsamste Entscheidung? Welche die beste? Gibt es einen Meilenstein?

Im Zuge unserer nächsten Reise mussten wir entscheiden, wer die Flüge antreten darf. Da wir natürlich nur begrenzte Mittel haben, aber jedes Projektmitglied gerne vor Ort mithelfen würde, war das nicht einfach. Unsere beste Entscheidung ist schon zu Beginn gefallen, als wir unsere Partnerschaft mit Leonidas in Kigali eingegangen sind. Er lebt das Projekt mit großer Begeisterung und es ist immer wieder toll, mit ihm zusammen zu arbeiten. Der nächste große Meilenstein ist es, über die Grenzen der Hauptstadt Kigali hinaus Partner zu gewinnen.

 

Mit welchem einzigen Wort würdet Ihr Euch und RecyCoal jetzt beschreiben? 

Nach wie vor Green Charcoal, auch wenn das streng genommen zwei Wörter sind.

 

Wenn Ihr einen einzigen Rat zu geben hättet, wie würde dieser lauten? Woraus hat er sich entwickelt? 

Wir haben nicht das Gefühl, das Szepter der Weisheit in der Hand zu halten. Deswegen sind wir vielleicht nicht die Richtigen, um anderen einen Rat zu erteilen. Allerdings haben wir eine Überzeugung, die wir gerne teilen möchten. Wir glauben, es ist noch nicht zu spät! Jeder kann etwas beitragen und manchmal wirkt der Berg der Aufgaben unüberwindbar. Aber sobald man sich mal rangemacht hat, merkt man, dass der Gipfel vielleicht gar nicht so weit entfernt ist. Bei unserer Projektarbeit stehen wir manchmal vor einem Haufen von Herausforderungen, die uns ganz schön ins Schwitzen bringen. Wir merken dann aber immer wieder, wie viel man mit motivierten und talentierten Menschen erreichen kann.

 

Welche Frage vermisst Ihr? Wie würde Eure Antwort darauf lauten?

Kann man mit eurer Kohle eigentlich auch grillen?

Jap, klappt super!

 

Mehr über RecyCoal  →  www.recycoal.org

Wer das Projekt unterstützen möchte, hier nochmal der Link  →  Support RecyCoal 

 

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