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Polarstern

Polarstern

Schon seit Jahrtausenden hilft der Polarstern im Sternbild „Kleiner Bär“ uns Menschen, die richtige Richtung einzuschlagen. Und genau dies will auch der gleichnamige Ökoenergieanbieter aus München. Er verfolgt konsequent die Energiewende und beliefert seine Kunden ausschließlich mit grüner Energie, egal ob Ökostrom oder Ökogas. Und sogar spezielle Tarife für E-Autos und Co werden angeboten. Dies wäre schon gut, ist aber nicht alles. Polarstern wurde bewusst als Social Business gegründet. Der Erde und auch den Menschen etwas Gutes tun, ist das bewusste Ziel der Gründer. baestard war im Gespräch mit Florian Henle, einem der Gründer von Polarstern, über seine Überzeugung, den Realitätssinn in der Energiewende und warum jeder von uns nicht zögern sollte.

 

(baestard) Beschreibe kurz Euer Unternehmen, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Florian) Polarstern ist ein etwas anderer Energieversorger. Wir setzen nicht nur ausschließlich auf Ökoenergie, wir treten für ein rundum Gemeinwohl orientiertes Wirtschaften ein. Einzelne Öko-Produkte bringen nichts, Einstellung und Handeln müssen sich ändern – grundlegend. Und genau das unterstützen wir als Social Business.

 

Welches ist das eine Wort, das mit Polarstern gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Wirklich! Das steht bei uns für so vieles: Ehrliche Ökoenergie, ehrlich nachhaltiges Wirtschaften, transparente Kommunikation und einfach wirklich etwas tun – jetzt und nicht irgendwann.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Euch aus?

Wir haben Polarstern 2011 mit dem Ziel gegründet, mit Energie die Welt zu verändern. Wir brennen für die Energiewende, sind dabei aber nicht fundamentalistisch und idealistisch, sondern realistisch und zukunftsorientiert unterwegs. Wir unterstützen neue Konzepte und Ideen und ihre Umsetzung in der Praxis. Gerade als junges Unternehmen müssen wir Impulse in den Markt bringen und zeigen: Es geht! Abwarten bis alles zu Ende entwickelt ist, bringt nichts. Wir müssen die Entwicklungen im Sinne der Energiewende mitgestalten.

 

Was sind Deine „drei“ fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

Pack an – mach weiter – denk weiter.

  1. Pack an, weil Zögern nichts bringt und darüber reden alleine auch nichts verändert. Man muss es schon tun. Außerdem begegnet man vielen Stolpersteinen, die es zu überwinden gilt erst beim Machen und nicht in der Theorie.
  2. Mach weiter, denn du wirst immer Widersachern begegnen, die alles Neue schlecht reden. Aufgeben ist keine Lösung und bringt keinen Fortschritt.
  3. Denk weiter, weil jede gute Idee eine Bewegung ist, kein Zustand. Du bleibst nur vorne dabei, wenn du dich bewegst, weiter gehst. Und das am besten aus eigener Kraft machst und nicht getrieben durch andere. Die Basis dafür musst du frühzeitig legen im Unternehmen und in dessen Struktur.

 

In welcher Zeit hättet Ihr gerne mal leben wollen? Und was würdet Ihr anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdet Ihr der Welt geben?

Rückblickend kann man immer „besserwisserisch“ sein. Der Wunsch nach Wohlstand und Wachstum ist in unserer Gesellschaft tief verwurzelt. Wie verheerend das sein kann, zeigen heute unter anderem die globalen CO2-Emissionen. Wir brauchen ein anderes Denken, eine andere Überzeugung, ein anderes Streben in unserem Leben als „immer mehr haben zu wollen“. Um es mit den Worten des Ökonomen Jeremy Rifkin auszudrücken: Unsere industriell geprägte Gesellschaft muss sich in eine globale, gemeinschaftlich orientierte Gesellschaft wandeln. Dazu müssen wir die Zeichen der Zeit endlich verstehen und etwas gegen die Zerstörung unseres Planeten tun. Allein auf Deutschland bezogen lag der Erdüberlastungstag* 2019 (Earth Overshoot Day) bereits am 3. Mai. Wir bräuchten also rund 3 Erden, um weiterhin unseren Ressourcenbedarf zu decken.

* Der Tag, an dem rechnerisch die gesamten nachhaltig nutzbaren Ressourcen der Erde verbraucht sind, wenn wir nur so viel nutzen würden, wie sich im selben Zeitraum regeneriert.

 

Welche Frage vermisst Ihr? Wie würde Eure Antwort darauf lauten?

Womit sollen wir als Verbraucher anfangen?

Bei allen lokalen und globalen Problemen, die wir wälzen, kommt es am Ende einfach auf dich persönlich an. Jeder von uns kann so viel bewegen: selbst handeln, andere überzeugen und einfach machen. Wo genau du anfängst, die Ressourcen unseres Planeten zu schützen, ist egal. Hauptsache du fängst an. Jetzt und nicht irgendwann. Und der Rest, sprich weitere Maßnahmen, kommen von ganz alleine. Aber mach was. Jetzt!

 

Mehr über Polarstern  →  www.polarstern-energie.de

 

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