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Obdachlosen-Uni

Obdachlosen-Uni

„Pauschale Ratschläge geben andere schon genug“, sagt Maik Eimertenbrink, der Teil des Teams ist, das mit Herzblut sich der Initiative Obdachlosen-Uni widmet und bereits Preise für sein Engagement eingeheimst hat. Die Obdachlosen-Uni ist eine mobile Bildungseinrichtung von und für Obdachlose, Wohnungslose, Menschen mit Armutserfahrungen und deren Sympathisanten. Durch sie sollen Obdachlose neue Perspektive bekommen. baestard war mit Maik Eimertenbrink von >OUTREACH Mobile Jugendarbeit Berlin< im Gespräch über die Ziele und Vision des Projekts „Obdachlosen-Uni“.

 

(baestard) Beschreibe kurz Euer Projekt, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Maik) Obdachlose sollen eine neue Perspektive bekommen, z. B. auch als Dozentin/Dozent an der Obdachlosen-Uni. Ihnen soll ein neues Gefühl des Gebraucht-Werdens vermittelt werden. Die oder der Obdachlose soll erfahren, dass sein Wissen und Können eine hohe Relevanz besitzen und seine Erfahrungen von anderen gebraucht und geschätzt werden.

 

Welches ist das eine Wort, das mit der Obdachlosen-Uni gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Bildungsreichtum.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Euch aus?

Wir machen Bildung von und für Obdachlose. Das war die Grundidee. Mittlerweile sind auch Menschen mit festem Wohnsitz dabei. Wir schließen also niemanden aus, nur weil er ein Dach über dem Kopf hat. Unsere Obdachlosen-Uni ist obdachlos, d. h. wir sind auf Räumlichkeiten unserer Partnerinnen und Partner überwiegend aus der Wohnungslosenhilfe angewiesen. Dass wir auch gar keinen festen Wohnsitz für unsere Obdachlosen-Uni suchen, sondern gern von Räumlichkeit zu Räumlichkeit ziehen, macht uns zu Nomaden – oder eben auch zu Berbern, wenn man so will.

 

Was sind Eure „drei“ fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

Experimentfreudigkeit.

Wertschätzung.

Bildungshunger.

 

In welcher Zeit hättet Ihr gerne mal leben wollen? Und was würdet Ihr anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdet Ihr der Welt geben?

Pauschale Ratschläge geben die anderen schon genug. Wir versuchen, das Beste aus jedem rauszuholen. Was das Beste ist, muss letztendlich jede/r selbst herausfinden. Mal in der Zukunft zu leben, wäre wahrscheinlich nicht schlecht – aber nur, wenn es eine Möglichkeit gäbe, auch wieder zurück zu kommen.

 

Welche Frage vermisst Ihr? Wie würde Eure Antwort darauf lauten?

Es fehlt die Frage „Wie geht´s?“

Die Antwort würde „Danke gut, und selbst?!“ lauten.

 

Mehr über die Obdachlosen-Uni  →  www.obdachlosen-uni-berlin.de

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