Makista engagiert sich nicht einfach so für Kinder, initiiert nicht einfach Projekte und berät hierbei im Interesse junger Menschen. Makista steht für die Verwirklichung der Kinderrechte ganz im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention, die seit 1992 auch in Deutschland gilt. Wo? In welcher Weise? Und mit welchen Mitteln? Das verrät uns Jasmine Gebhard.

 

(baestard) Beschreibe kurz Euer Projekt, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Jasmine Gebhard) Mit Makista stoßen wir Projekte in Schulen und Kitas zum Kennenlernen und Umsetzen der Kinderrechte (Menschenrechtskonvention für Kinder von 0 bis 18) an. Wir ermutigen die Lehrkräfte: Schaut euch Euren Schulalltag an, werden darin Kinderrechte genug beachtet? Wenn nicht, stellt Eure Konzepte etwas um, startet Aktionen, „lebt“ die Werte der Demokratie und Menschenrechte wie Beteiligung, Toleranz, Schutz und Chancengleichheit. Wir helfen dabei! 

 

Welches ist das eine Wort, das mit Eurem Projekt gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Natürlich „Kinderrechte“. Es ist nämlich nicht ganz selbstverständlich für jeden, dass die Menschenrechte bereits für Kinder gelten – und dazu gehört nicht nur Fürsorge, sondern auch Unterstützung zur Selbstbestimmtheit und die Erziehung zur Weltoffenheit von klein auf.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Dich aus?

Die Ideen entstehen bei uns zu dritt, mittlerweile zu viert. Gegründet hat Makista unsere Vorsitzende, die immer noch alle „antreibt“. Ich habe mich damals vor acht Jahren entschieden, Vollzeit daran zu arbeiten, die Projekte mit aufzubauen und zu begleiten – ohne zu wissen, ob und wie lange es klappt. Ich bin froh, dass es mir gelungen ist, das auszuhalten und mich auf viel Neues einzulassen. Und so habe ich eine Arbeit gefunden, in der ich mich „zu Hause“ fühle und mit der ich (hoffentlich) etwas bewirken kann.

 

Was sind Deine drei fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

In der Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Einrichtungen:

Hervorheben, was möglich ist. Und nicht das, was nicht geht oder schief läuft.

Anerkennen, was die Menschen bereits geleistet haben.

Immer weitermachen und wo nötig Pläne anpassen.

Kinderrechte sollen Spaß machen – den Erwachsenen und natürlich den Kindern.

 

In welcher Zeit hättest Du gerne mal leben wollen? Und was würdest Du anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdest Du der Welt geben?

Um ehrlich zu sein, lebe ich lieber jetzt als früher – mit all den kleinen Fortschritten, die mit der Zeit in Bezug auf Kinderrechte in Deutschland entstanden sind. Wer will schon in einem Land leben, in dem es erlaubt ist, Kinder zu schlagen? Oder in dem auf Interessen von Kindern und Jugendlichen kein Wert gelegt wird? Aber ein Ratschlag an die Entscheider von damals und auch heute wäre: Konsequenter damit sein, schneller sein, mehr auf das eigene Gewissen hören.

 

Welche Frage vermisst Du? Wie würde Deine Antwort darauf lauten? Woraus ziehst Du Kraft?

Da enthalte ich mich mal. Hier fordert nämlich gerade mein eigenes Kind meine Aufmerksamkeit ein.

 

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