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Catharina Bruns

Catharina Bruns

Lernt man Catharina Bruns kennen, dann lernt man schnell zu begreifen, dass das Leben keine seelenleere Pflichtveranstaltung und Arbeit mehr als ein Bündel von Pflichten ist. Ihr Slogan, auf dem ihr unternehmerischer Erfolg fußt, lautet: work is not a job! Dementsprechend steht sie für eine Arbeits- und Selbständigenkultur, die nicht nur ihre Haltung, sondern ihre Berufung ist. Sie ist nicht nur Unternehmerin, sondern unterstützt auch andere Menschen dabei, „individuelle und unternehmerische Arbeitsmodelle erfolgreich für sich zu realisieren“. Wir waren mit Catharina im Gespräch.

 

1) Beschreibe kurz Deine Projekte, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

Ob bei hello handmade, supercraft, Lemon Books, Happy New Monday oder in unseren Büchern: Wir unterstützen Menschen dabei, selbst zu gestalten – angefangen beim persönlichen DIY-Projekt bis hin zur  Unternehmensgründung. Wir glauben an Citizen Entrepreneurship und unterstützen mit unseren Angeboten individuelle Kompetenzentwicklung und eine stärkere Kultur der Selbstständigkeit in Deutschland.

 

2) Welches ist das eine Wort, das mit Dir bzw Deinen Projekten gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Selbstermächtigung. „Empowerment“ und „Entrepreneurship“ hören sich leider mehr und mehr wie Leerformeln aus dem Hipster-Lexikon an, aber wenn man sich auf die Substanz besinnt, trifft es, wofür meine Arbeit steht.

 

3) dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Dich aus?

Ausdauer. Wenn ich etwas wichtig finde, gebe ich nicht auf. Weder mich selbst, noch andere. Etwas durchzuhalten und an menschliches Potenzial zu glauben, halte ich für das am meisten unterschätzte Konzept für den Erfolg. Deshalb liebe ich wohl auch das Laufen so sehr. Enthusiasmus ist der beste Treibstoff. Ich glaube, vieles, was mir im Leben und bei der unternehmerischen Arbeit hilft, habe ich nebenbei im Laufsport kultiviert. Forderndes Training, aber keine falsche Belastung, Spaß am Wettbewerb, Respekt vor der Strecke, „Runners High“, aber auch Akzeptanz von Rückschlägen und immer neuen Mut: All das lernt man auf der langen Strecke.

 

4) Was sind Deine drei fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

Ich habe keine bestimmten Regeln, wohl aber Prinzipien. Ich richte mich nach einem einfachen Prinzip: alles was von Bedeutung ist, braucht Liebe und Arbeit. work is not a job – darauf basiert mein unternehmerischer Erfolg. Ich unterscheide zwischen Arbeit und „Job“ und glaube, dass diese Unterscheidung dabei hilft, sich selbst die richtigen Aufgaben mit Substanz zu stellen. Ich finde es zudem wichtig, eine eigene Definition von Erfolg zu haben und sich nicht zu stark an dem zu orientieren, was Erfolg angeblich sichtbar macht. Unsere ganze Arbeitswelt basiert darauf, irgendwo genommen werden zu müssen. Ich habe früh gelernt, wie schädlich dieses Konzept ist. Davon habe ich mich sehr früh verabschiedet, ich ordne die Hoheit über meinen Weg nicht mehr der zufälligen Gunst anderer unter.  Selbstbestimmung, Weiterentwicklung und Unabhängigkeit sind mir sehr wichtig. Frei zu sein, ist für mich Erfolg. Aber erst die Resonanz von anderen macht Arbeit für mich erfolgreich. Unternehmerisch arbeiten bedeutet, immer anderen ein Angebot zu machen – etwas für sich, aber auch für andere zu tun. Ein tolles Produkt anzubieten, das Leute begeistert und eins ihrer Probleme löst, gehört dazu. Und sich für etwas zuständig zu machen, Türen zu öffnen oder das richtige Wort zu finden. Sowas macht mir Spaß und ich finde, wenn man etwas kann, dann muss man es auch tun. Für sich selbst – und auch für andere.

 

5) In welcher Zeit hättest Du gerne mal leben wollen? Und was würdest Du anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdest Du der Welt geben?

Ich würde niemals in die Vergangenheit reisen wollen. Mich fasziniert, was heute ist und was wir heute tun können, damit auch die Zukunft lebenswert, spannend und lustig wird.

 

6) Welche Frage vermisst Du? Wie würde Deine Antwort darauf lauten?

Wen würdest du als nächsten Interview-Gast vorschlagen?

Fragt doch mal Sophie Pester! 🙂

 

Auf  www.workisnotajob.com/de erfahrt Ihr mehr.

 

(Foto © Julia Scherkunova)

 

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