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Buchkinder Leipzig

Buchkinder Leipzig

Buchkinder Leipzig e.V. ist eine seit 2001 existierende Buch- und Schreibwerkstatt für Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren. Aus dem langjährigen Engagement resultierten bislang ganze 527 liebevoll kreierte und hochwertig hergestellte Bücher, wo sie bei bis dato 28 Buchmesse-Auftritten herzlich vorgestellt wurden. Die Arbeit mit Kindern ist dabei keine von oben herab, sondern eine von Achtung und Dialog geprägte Zusammenarbeit mit selbständig denkenden und handelnden jungen Menschen. „Kinder finden hier Raum für eigene Ideen, vor allem aber Vertrauen.“ Das zeigen ihre fantasievollen Geschichten, deren Urheber sie sind. Nebenbei lernen sie die Prozesse des Büchermachens kennen und reifen zu souveränen Jungautoren. Wir waren im Gespräch mit Birgit Schulze Wehninck und Sven Riemer.

 

(baestard) Beschreibt kurz Euer Projekt möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Birgit und Sven) Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung / ihrem Ausdruck zu begleiten. Um diese Idee haben sich 60 Menschen firmiert. Wir orientieren uns an hoher Selbstverantwortung und inhaltlicher Qualität.

 

Welches ist das eine Wort, das mit Eurem Projekt gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Authentizität.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Euch aus?

(Birgit) Unbedingter Wille. Zudem haben wir eine große Lust, die Gesellschaft (politisch) mit zu gestalten in kleinen Aspekten. Wir glauben an die Kraft der Idee.

(Sven) Uns macht die Freude am Zusammenspiel mit den Mitarbeitern aus. Uns ist eine eigene innere Orientierung immens wichtig, die eine Sicherheit im Tun erzeugt. Und wir besitzen eine Lust an der Zukunftskraft.

 

Was sind Eure drei fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

Verantwortung (übertragen) und Inhalt und Qualität immer wieder gemeinsam abprüfen. Bei uns im Verein werden außerdem Kommunikations- und Umgangsformen immer wieder untereinander abgestimmt. Und wir sind offen für alles, was kommt und ist.

 

In welcher Zeit hättet Ihr gerne mal leben wollen? Und was würdet Ihr anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdet Ihr der Welt geben?

(Birgit) Ich habe Lust auf das Hier und Jetzt. Ich muss mich nicht in eine andere Zeit wünschen. Aber sicher waren Zeiten, in denen man sich einer Sache widmen konnte, verlockend. Aber vielleicht gab es ja diese Zeit auch nie.

(Sven) Ich wünsche mich auch nicht in eine andere Zeit, aber mir fehlt an der heutigen Zeit eine gesellschaftliche Vision. Es scheint, als gäbe es heute ALLE Möglichkeiten (technisch und inhaltlich), aber überall begegnet uns eine Destruktion und eine Diktatur des Geldes. Die Menschen heute müssen wieder lernen, zu kommunizieren.

 

Welche Frage vermisst Ihr? Wie würde Eure Antwort darauf lauten?

Uns fehlt die Frage nach dem Menschen, nach der menschlichen Entwicklung. Uns fällt immer wieder auf, wie wenig heute in der Schule/ im Bildungssystem die humanistische Bildung fehlt. Dabei muss es heute nur um das Denken lernen und um zwischenmenschliche Kommunikation gehen. Hier liegt der Schlüssel für unsere vermeintlichen Probleme. Wir alle müssen lernen, mit uns und anderen einen friedlichen Umgang zu finden.

 

Buchkinder Leipzig e.V.  →  https://www.buchkinder.de/die-idee/

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