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Bioweingut Diwald

Bioweingut Diwald

Das Bioweingut Diwald stellte als überhaupt erstes Weingut Bio-Wein her, und seit fünf Jahren veganen Wein ohne jegliche Zusätze. Martin Diwald, mit dem wir im kurzen Gespräch waren, hat den Familienbetrieb von Hans, einem der österreichischen Biopioniere, und Paula Diwald übernommen und führt mit bekennender Überzeugung für Authentizität und Ehrlichkeit diese Tradition seit den 1980er Jahren nun fort.

 

(baestard) Beschreibt kurz Euer Projekt, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?
(Bioweingut Diwald) Wir sind Pioniere des österreichischen Bioweinbaus und Pioniersein heißt auch „nicht stehen bleiben“. Das ständige Weiterentwickeln der Zusammenarbeit mit der Natur hat oberste Priorität. Unser Ziel: Authentische und herkunftsgeprägte Weine, die in sehr traditioneller Weise hergestellt werden. Quasi Old School.

 

Welches ist das eine Wort, das mit Eurem Projekt gleich in Verbindung gebracht werden soll?
Wahrscheinlich „das Pionier sein“, weil sehr vieles, was wir tun, eine Gradwanderung ist. Fragt man Kollegen oder Wegbegleiter, fällt sehr oft das Wort „Ehrlichkeit“. Wir betreiben kein Greenwashing und setzen uns nicht ständig in Szene.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Euch aus?
Ich glaube wirklich an Ehrlichkeit und Respekt gegenüber unseren Mitarbeitern, Kollegen und Partnern. Wir sind ein Familienunternehmen. Meine Eltern haben es angefangen, waren damals revolutionär. Ich führe es genauso weiter. Wenn es nicht jeder im Betrieb gerne macht und Spaß daran hat, ist es schon verloren. Das ist bei aller Liebe zu ökonomischen Arbeiten und „Entrepreneurship“ das Allerwichtigste. Nur so kann man auf Dauer Qualität sicherstellen. Wenn unsere Mitarbeiter auf dem Weingut es wie ihr eigenes betrachten und sich über ein gutes Jahr freuen und in einem schlechten ein wenig angeschlagen sind und sagen: „nächstes Jahr machen wir es besser“, dann passt es.

 

Was sind Eure drei fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?
Qualität – Am Schluss setzt sie sich immer durch.
Ehrlichkeit – Ehrlichkeit währt am längsten. Man macht niemandem etwas vor. Weder den Kunden noch der eigenen Familie.
Beharrlichkeit – Manchmal muss man mit dem Kopf durch die Wand. Und man darf nicht bequem werden.

 

In welcher Zeit hättet Ihr gerne mal leben wollen? Und was würdet Ihr anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdet Ihr der Welt geben?
Also für mich persönlich – ich bin ein 87er Jahrgang – die 60er und 70er. Mich fasziniert die Beharrlichkeit, die diese Generation gezeigt hat. Mit welchem Nachdruck sie Dinge verändert hat. Und ich glaube, ich würde nichts anders machen, es hat ja funktioniert. Mein einziger Ratschlag wäre nur, dass genau diese Generation, die damals so viel verändert hat, jetzt lernen muss, loszulassen. Und der Welt allgemein würde ich raten, dass Extreme grundsätzlich auf Dauer gefährlich und zu meiden sind.

 

Welche Frage vermisst Ihr? Wie würde Eure Antwort darauf lauten?
Welchen Ratschlag würdet ihr jungen Unternehmen geben?
Probiert es erst gar nicht, es so zu machen wie große Konzerne. Macht euer eigenes Ding, seid innovativ und brecht Regeln. Und es darf auch einmal schief gehen. Bei uns sagt man: „Aufstehen, abputzen und wieder weitermachen“.

 

Bioweingut Diwald  →  http://www.weingut-diwald.at/de/home/

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