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Balduccio & MERUM

Balduccio & MERUM

Ein Traum, ein Olivenhain und Mut, es zu wagen. Balduccio heißt das biologisch geführte Olivengut am Montalbano-Hügel in der Toskana, welches Andreas März seit 40 Jahren voller Leidenschaft zusammen mit seiner Familie führt und als Lohn ein einzigartiges Olivenöl hervorbringt. Aber nicht nur! Für Kenner der italienischen Wein- und Olivenölszene ist Andreas März auch bekannt als fachkundiger, engagierter und vor allem auch kritischer Journalist und Mitgestalter der Zeitschrift MERUM. baestard war im Gespräch mit Andreas über seine Leidenschaft, seine Überzeugung und sein persönliches Glück.

 

(baestard) Beschreibe kurz Dein Projekt, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Andreas) Mein Ziel: die paar Jahrzehnte, die mir auf dieser Erde vergönnt sind, möglichst sinnvoll und intensiv zu nutzen, sowie von Tätigkeiten, die mir Spaß machen, leben zu können. Die wichtigsten Projekte, um das zu erreichen, sind Balduccio (unser vor 40 Jahren gegründetes Olivengut mit Ölmühle) und Merum (das „Italien-Magazin für Wein, Olivenöl, Reisen und Speisen“). Vor allem die Zeitschrift hat in den letzten 25 Jahren alles von mir gefordert, mir aber auch die Möglichkeit geschenkt, mir wichtige Werte unter die Leute zu bringen.

 

Welches ist das eine Wort, das mit Deinen Projekten gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Für eine Erklärer-Natur wie mich ist die Reduktion von Projekten auf ein einziges Wort fast schmerzhaft. Wenn ich in Internet-Suchmaschinen meinen Namen zusammen mit Olivenöl eingebe, dann erscheint jedenfalls eine große Zahl von Ergebnissen. Marketing-Experten würden mir wohl diese Antwort empfehlen: „Merum“ und „Balduccio“.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Dich aus?

Sich selbst sieht man stets verkehrt, im harmlosesten Falle spiegelverkehrt. Trotzdem wage ich zu meinen, dass mir unbeirrbares, ja stures Durchhaltevermögen eigen ist. Um meine Landwirtschaft und die Zeitschrift durchzuboxen, habe ich meiner Familie lange Jahre ein Leben an der Armutsgrenze zugemutet. Ich bin den Meinen dankbar, dass sie mich nicht zum Teufel geschickt haben, und dem Schicksal dafür, dass sowohl die Zeitschrift wie auch die Olivenöl-Produktion heute florieren und ich der Familie etwas zurückgeben kann.

 

Was sind Deine „drei“ fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

  1. Durchhalten – nie den Glauben an sein Projekt verlieren. Ich bin überzeugt, dass der Faktor Zeit auch das Gelingen von eigentlich hoffnungslosen Projekten begünstigt.
  2. Fleiß. Unermüdlichkeit bis zur Selbstausbeutung ist für Kleinunternehmer selbstverständlich. Der Unternehmer ist des Unternehmers bester und billigster Mitarbeiter.
  3. Leidenschaft und der Wille, ständig an seiner Professionalität zu arbeiten. Ich habe gelernt, dass die Qualität der Leistungen zwar weniger rasch einen Erfolg herbeiführt als große Worte, aber dafür einen nachhaltigeren.

 

In welcher Zeit hättest Du gerne mal leben wollen? Und was würdest Du anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdest Du der Welt geben?

Als Geschöpf meiner Zeit kann ich mir keine andere als diese vorstellen. Ich bin Teil des Heute.

Ratschläge? Noch mehr Ratschläge? Für alles und jedes gibt es bereits ein lärmendes Angebot von Ratschlägen. Meine sind da wirklich überflüssig.

 

Welche Frage vermisst Du? Wie würde Deine Antwort darauf lauten?

Jetzt, wo sich der Erfolg eingestellt hat, bist Du glücklich?

Glücklich war ich immer. Die Arbeit macht mich glücklich. Und die Umgebung, in der wir leben. Ich liebe Italien, die Menschen, die Natur und die Landwirtschaft. Im Gegensatz zu früher, als wir manchmal nicht wussten, wie wir die nächste Stromrechnung bezahlen sollten, sind wir heute vom bösen Stress der Geldsorgen befreit. Das bringt Ruhe ins Leben und eine zusätzliche, süße Dimension der Zufriedenheit. Ich habe übrigens entdeckt, dass sich diese noch steigern lässt, wenn man andere an seinen Privilegien teilhaben lässt.

 

Mehr über Balduccio →  www.balduccio.it

Mehr über MERUM  →  www.merum.info

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