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arekapak

arekapak

arekapak ist mit dem Ziel angetreten, die Verpackungskultur im Handel zu revolutionieren. Das Vorhaben entsprang der kreativen Überzeugung und dem Wunsch von Alexandra und Nicole, den beiden Gründerinnen, mit ihrer Idee Nachhaltigkeit nicht nur zu versprechen, sondern zu verwirklichen. Warum nach der digitalen nun die grüne Revolution unumgänglich ist, haben beide im Gespräch mit uns verraten.

 

(baestard) Beschreibt kurz Euer Unternehmensprodukt, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Alexandra & Nicole) arekapak ist eine ästhetische und nachhaltige Alternative für Produktverpackungen im Handel, die zum Beispiel für Lebensmittel, Kosmetik, Textilien und andere Konsumgüter eingesetzt werden kann. Die Verpackungen werden aus dem Areka-Palmblatt, einem unbehandelten Agrarnebenprodukt, im Manufakturverfahren und ohne Einsatz chemischer Zusätze hergestellt. Die Verpackung ist kompostierbar und kann am Ende ihrer Lebensdauer vollständig in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden. Mit einer fairen Produktion durch Kleinproduzenten in Indien unterstützen wir dort zusätzlich eine nachhaltige ökonomische Entwicklung.

 

Welches ist das eine Wort, das mit Euren Verpackungen gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Mehrwert! – Wir wollen, dass unsere Verpackungen nicht ausschließlich als Müll betrachtet werden. Unser Ziel ist es, ästhetische und funktionale Verpackungen zu bieten, die auch nach dem Einkauf noch einen Nutzen im Haushalt haben und dadurch eine Wertschätzung erhalten. Außerdem möchten wir für jeden, der Teil der Wertschöpfungskette ist, einen Mehrwert schaffen. Für Produzenten, Händler und Verbraucher sowie natürlich für die Umwelt.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Euch aus?

An diesen Klassiker halten wir uns auf jeden Fall, der ist schon ganz richtig. Was uns ansonsten speziell ausmacht ist wahrscheinlich Verlässlichkeit und Ehrlichkeit, eine ständige Reflexion und ein hoher Anspruch an uns selbst. Häufig ist es uns schon passiert, dass wir unsere eigenen Erwartungen ziemlich hoch angesetzt und uns dementsprechend viel zu schlecht eingeschätzt haben. Diese Eigenschaft strengt uns manchmal an, hat uns aber meistens vorangebracht.

 

Was sind Eure „drei“ fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

Fleiß + Freude – von Nichts kommt nichts! Aber es muss auch ab und zu Spaß machen! Balance is the key! Und wer Lust hat, auf das was er tut, macht es automatisch gut.

Reflexion – Es gibt immer Verbesserungspotenzial. Andere immer wieder zu fragen und sich selbst und die eingeschlagene Richtung zu hinterfragen, finden wir extrem wichtig.

Ehrlichkeit – Wir sind uns sicher, damit ist man am Ende immer erfolgreicher. Alles andere kommt irgendwann ans Licht.

 

In welcher Zeit hättet Ihr gerne mal leben wollen? Und was würdet Ihr anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdet Ihr der Welt geben?

Wir wüssten gern, wie es sich in der Zeit vor der industriellen Revolution gelebt hat. Die Zeit der Industrialisierung ist ja extrem prägend für unser heutiges Leben – mit all den guten und schlechten Seiten. Ähnlich wie die moderne digitale Revolution war das eine große Umbruchzeit, die die Welt bis heute nachhaltig verändert hat. Was wir heute allerdings merken, ist, dass man in den scheinbar unerschöpflichen Möglichkeiten vergessen hat, die Sache zu Ende zu denken. Von dem System des endlosen Wachstums sind wir bis heute nicht abgekommen, auch wenn wir inzwischen festgestellt haben, dass die Erde eben keine endlosen Ressourcen bietet und unsere Massen an Müll nicht mehr verdauen kann. Wir hätten früher begreifen sollen, dass wir abhängig von der Natur sind und mit ihr in Symbiose leben müssen, anstatt sie zu verbrauchen. Statt endlos wachsen zu wollen, wäre es sinnvoll gewesen, die Natur als Vorbild zu nehmen. Das heißt, in ewigen Kreisläufen zu funktionieren. Heute ist das einfach zu sagen, denn hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Vielleicht ist es für diese Erkenntnis aber nicht zu spät. Wir können das System, das wir einst selbst geschaffen haben, heute auch selbst verändern. Nach der digitalen Revolution kann jetzt die grüne Revolution kommen. Wir sind optimistisch!

 

Welche Frage vermisst Ihr? Wie würde Eure Antwort darauf lauten?

Eine ziemlich essentielle Frage, weil wir sie uns selbst ziemlich häufig stellen: Was treibt uns an?

Die Unsicherheit, ob unser Vorhaben gelingt und der Druck, es gut zu machen, verlangt uns viel Energie und Mut ab. Klar denkt man manchmal, man hätte es auch leichter haben können. Aber dann erinnern wir uns daran, warum wir das alles eigentlich machen. Wir werden nie wissen, ob unsere Vision vielleicht die Welt verändert, uns und andere glücklicher macht oder ein Vorbild für noch Besseres sein wird, wenn wir es nicht versuchen. Die Aussicht, dass es funktionieren wird, wir etwas beitragen können und einmal stolz darauf sein werden, es gewagt zu haben, ist großartig. Und die Erfahrungen, egal welcher Art, die kann uns keiner nehmen.

 

Mehr über arekapak  →  http://arekapak.de/

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