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Antonia von Preysing

Antonia von Preysing

Wenn man von Digitalisierung redet, redet man aktuell von Blockchain, Facebook und anderen Selfie-Paradiesen. Für Antonia von Preysing ist Digitalisierung weitaus fundamentaler, denn es geht ihr darum, Kinder zu mündigen Bürgern der digitalen Welt zu machen. Und genau an dieser Stelle setzen die Digitalwerkstätten Akzente. Wir waren im kurzen Gespräch. 

 

(baestard) Beschreibe kurz Euer Unternehmensprojekt möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Antonia von Preysing) Die Digitalwerkstätten sind kreative Bildungs- und Erfahrungsräume, in denen Kinder von 6-12 Jahren lernen, digitale Geräte kreativ zu nutzen und sie als Werkzeuge zu begreifen. Wir arbeiten eng mit Schulklassen zusammen und entwickeln digitale Inhalte entlang des Curriculums. Wir sind jetzt an 5 Standorten deutschlandweit verteilt und das nächste Projekt ist, mobile Digitalwerkstätten zu bauen, die auf die Schulhöfe kommen und dort Coding Workshops für die Schulklassen veranstalten. Unser Ziel ist, digitale Bildung nachhaltig in die Schulen zu integrieren und so Lernräume für unsere Kinder zu schaffen, die realitätsnah sind. Indem wir Kindern Programmieren, Robotics und 3D-Druck und somit auch wichtige Metakompetenzen wie Problemlösungskompetenz, Kreativität oder Teamfähigkeit vermitteln, werden sie befähigt, Gestalter der Zukunft zu werden, anstatt nur Konsumenten von Produkten amerikanischer Großkonzerne.

 

Welches ist das eine Wort, das mit Eurer Digitalwerkstatt gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Bildungspionier.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee sind jeweils auch die Persönlichkeiten dahinter. Was macht Dich aus?

Ich bin sehr handlungsorientiert und extrem umsetzungsstark. Während andere noch über Risiken nachdenken, bin ich schon mittendrin. Das ist häufig hilfreich, da man durchs Machen viel lernen kann, manchmal wünsche ich mir aber auch, dass ich etwas geduldiger bin.

 

Was sind Deine drei fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

An allererster Stelle steht Fleiß. Von nichts kommt nichts und man muss wirklich gewillt sein, für seine Idee zu arbeiten und zu kämpfen – auch, wenn es manchmal mühsam sein kann. Außerdem braucht man viel Mut, um Dinge auszuprobieren. Als Pionier in einem Bereich muss man häufig Dinge tun, die sonst noch niemand gemacht hat. Da braucht es auf jeden Fall eine gewisse Risikofreudigkeit. Und dann halte ich Selbstreflexion für extrem wichtig, das heißt, aus Vergangenem zu lernen, aber sich trotzdem nicht darin zu verlieren, sondern dann ganz stark nach vorne zu schauen.

 

In welcher Zeit hättest Du gerne mal leben wollen? Und was würdest Du anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdest Du der Welt geben?

Ich glaube, wir leben gerade in einer ziemlich perfekten Zeit – auch in Hinblick auf das, was wir als Frauen erreichen können. Insofern würde ich eher gerne mal in die Zukunft schauen, wie diese technologisierte Welt, die wir uns so oft ausmalen, wirklich aussehen wird. Und dann würde ich (auch jetzt schon) den Rat an alle geben, Technologie nicht nur zum Konsum zu nutzen, sondern sie zu verstehen und selbst zu gestalten.

 

Welche Frage vermisst Du? Wie würde Deine Antwort darauf lauten?

Was müssen wir in Deutschland tun, um gut auf die Zukunft vorbereitet zu sein? Aufklären! Und zwar insbesondere unsere Kinder, die ja unsere Zukunft sind. Hier geht es darum, Ihnen die Realität, in der sie leben, zu vermitteln, anstatt in alten Bildungsmustern stecken zu bleiben. Das heißt, unser Bildungssystem muss offener werden und – genau wie Unternehmen – darauf vorbereitet sein, auf eine sich immer schneller ändernde Welt reagieren zu können.

 

Digitalwerkstätten  →  https://www.digitalwerkstatt.de/

 

(Foto © Kim Keibel)

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