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alugha

alugha

Eine Sprache, ein Land. Soweit reicht jedermanns Content, wenn dieser nicht noch zusätzlich mit weiteren Sprachen bereichert wird. Was aber, wenn jeder Mensch, der etwas digital kommunizieren will, dank alugha seinen Content um mehrere Sprachen ergänzen und so die Sprachbarriere durchbrechen und mit seiner Message die ganze Welt erreichen kann? Im Gespräch mit uns hat Bernd Korz verraten, wie er und sein Team dies möglich machen.

 

(baestard) Beschreibe kurz alugha, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Bernd Korz) Alugha ist eine Videoplattform, die auf Multilingualität ausgelegt ist. Wir ermöglichen es Produzenten, ein Video mit mehreren Audiospuren anzureichern, um dieses ihrer internationalen Zuschauerschaft mehrsprachig zur Verfügung zu stellen. Informationen können so frei und ungehindert durch Sprachbarrieren fließen, und fördern so das interkulturelle Verständnis. So wird Bildung in Form multilingualer Bildungsvideos für jeden mit einem Internetanschluss zugänglich. Unser Ziel ist es, Produzenten alle benötigten Tools an die Hand zu geben, um ihren Content einer globalen Zuschauerschaft zugänglich zu machen, und so eine der größten mehrsprachigen Videoplattformen am Markt zu werden.

 

Welches ist das eine Wort, das mit alugha gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Multilingual.

 

dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Euch aus?

Wir denken so nicht. Fail gibt es nicht. Klar kann ein Projekt enden und die Zielvorgaben nicht erfüllen, aber ein „Fail“ ist das bei weitem nicht. Wir haben viele Dinge ausprobiert bei alugha und schnell erkannt, dass die doch nicht ganz so das Richtige sind. Daraus haben wir aber wieder sehr viel gelernt und es auch darunter „verbucht“. Wer denkt, es nicht geschafft zu haben, versagt zu haben, dass es am Ende ist… – der hat sein Vorhaben aus zu wenigen Blickwinkeln betrachtet. Es kommt immer darauf an, was man aus seiner aktuellen Situation macht und was man mitnimmt in das nächste Projekt. Was macht uns aus? Wir reflektieren uns jeden Tag aufs Neue, wir hinterfragen uns selbst und wir dürfen uns kritisieren und unsere Meinung sagen, ohne gleich Sanktionen zu fürchten. Und wenn wir der Meinung sind, das war totaler Blödsinn, dann wird das Projekt auch schnell abgehakt und weiter nach vorne geschaut. Wir dürfen Fehler machen und wir tun das auch. Viele unserer wirklich coolen Projekte unter dem alugha-Dach entstanden aus dieser Vorgehensweise.

 

Was sind Eure „drei“ fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

Unsere drei fundamentalen Regeln:

  1. Mut haben. Wir wollen auch mal was probieren und das Risiko wagen, dass es nicht klappt. Das erfordert Mut. Und wenn wir erkennen, dass es „Müll“ war, dann sollen wir auch den Mut dazu haben, es einzugestehen und nach vorne zu schauen.
  2. Fehler machen und dazu stehen. Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Das ist so alt und wahr wie wenig anderes. Wer bei uns Fehler macht, macht die anderen darauf aufmerksam und schaut, dass wir das im Team gemeinsam ausbügeln können.
  3. Über den Tellerrand schauen und durch die Teams weg sich selbst entfalten. Bei uns sind die Mitarbeiter alle so rekrutiert, dass sie zwar eine Kernkompetenz sehr gut abdecken, aber wir verlangen, dass man sich auch die anderen Teams und deren Arbeit anschaut, und dass man sich da aktiv einbringt. Ob Sprachen, Dubbing, Fotografie, Kamera, Ton, Audio…

Warum das so ist, ist einfach: Wir alle sind dieses Unternehmen und jeder ist hier gleich (un)wichtig. Wir alle wollen zeigen, dass wir uns gegenseitig alle vertrauen und uns gemeinsam nach vorne bringen können.

 

In welcher Zeit hättet Ihr gerne mal leben wollen? Und was würdet Ihr anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdet Ihr der Welt geben?

Anfang des 19 Jahrhunderts. Wir würden der Welt raten, schon da den Raubbau unbedingt zu unterlassen. Auch wenn uns immer neue Ideen einfallen, Energie zu nutzen, werden wir immer wieder an unsere Grenzen stoßen. Ebenso sollten wir gar nicht erst damit anfangen, Menschen wie Sklaven zu „behandeln“ und alles billig à la „Made in China“ zu produzieren. Wir sollten den Kapitalismus und das Konsumverhalten sich nicht so entwickeln lassen, wie es passiert ist.

 

Welche Frage vermisst Ihr? Wie würde Eure Antwort darauf lauten?

 

Wie empfindet ihr die Unterstützung von StartUps in Deutschland und Europa?

Lächerlich. Es gibt keine. Und alles, was unser Staat da mehr schlecht als recht in die Wege leitet, ist eine Lachnummer. Wir werden nie Silicon Valley sein oder eines haben, da wir vom Staat her schon komplett im Stich gelassen werden.

 

Mehr über alugha  →  www.alugha.com

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