Saubere Energieversorgung für alle – langfristig, einfach und fair. Das haben sich Ilona Ludewig und Andrew Mack vorgenommen und mit 4hundred den ersten digitalen Energieversorger gegründet. Ihre Vision: Eine Zukunft, in der grüner Strom jeden Energiebedarf abdeckt, sowie volle Kostentransparenz. Im Gespräch mit Ilona erfuhren wir mehr über Ihr Unternehmen, Game Changer und skeptische Menschen.

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(baestard) Beschreibe kurz Euer Unternehmensprojekt, möglichst in drei Sätzen. Was ist das Ziel?

(Ilona) Wir sind mit dem Ziel an den Markt gegangen, Energie für uns alle einfach und fair zu machen; langfristig günstig für alle, statt billig für manche. Wir glauben, in der Zukunft wird grüner Strom einen riesigen Beitrag leisten im Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

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Welches ist das eine Wort, das mit 4hundred gleich in Verbindung gebracht werden soll?

Vorbild.

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dream big and start small, prepare to fail. Ein Pionier-Klassiker, der allen immanent ist. Aber so unterschiedlich wie jede Idee ist auch die Persönlichkeit dahinter. Was macht Euch aus?

Bei 4hundred sind wir zu zweit als Gründerteam eingestiegen. Andrew und ich ergänzen uns perfekt. Andrew ist Stratege und Energieexperte, meine Themen sind Innovationsmanagement und Digital Service Design. Für mich war es die vierte Gründung, Andrew ist richtig gut beim Fundraising. 

Ich sage immer, das allerwichtigste ist Execution. Wenn Du das richtige Team hast – Leute, die für die Sache brennen, sich gegenseitig ergänzen und ihre Ideen und Talente mit einbringen – dann kann man alles stemmen. Die richtige Idee ist genauso wichtig wie Durchhaltevermögen, davon braucht man mehr, als man anfangs vielleicht denkt. Und es kommt auf das richtige Netzwerk an, Menschen, die an richtiger Stelle immer wieder hinterfragen und unterstützend zur Seite sehen.

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Was sind Eure fundamentalen Regeln für den Erfolg? Warum?

Auf jeden Fall braucht man die 3 Cs: Commitment, Courage, Cash. Das ist das Fundament. Ohne, dass wir uns voll dahinterklemmen, gemeinsam durch dick und dünn gehen, geht nichts. Das braucht Mut, und Geld. Die meisten Startups scheitern, weil ihnen das Geld ausgeht. 

Meine 3 Regeln darüber hinaus sind: 

  1. Was Du machst, soll für möglichst viele Anwender einen wirklichen Mehrwert bringen, also ein echtes Problem lösen. 
  2. Stell richtig gute Leute ein und gib ihnen Halt und Flügel. 
  3. Hör nie auf zu lernen und Dich und Dein Angebot zu verbessern.

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In welcher Zeit hättest Du mal leben wollen? Und was würdest Du anders machen als es damals war und welche Ratschläge würdest Du der Welt geben?

Ich finde, jetzt zu leben, ist ein Game Changer. Gerade jetzt, mit Corona, können wir in der Energiebranche den Menschen direkt helfen, in ihrem Zuhause ihr Leben am Laufen zu halten. Mit ihren Lieben per Videoanruf reden, Musik hören, das Smartphone laden, gemeinsam kochen – hierfür liefern wir ihnen unsere gute Energie.

Ich bin überzeugt, dass die Erfahrungen durch Covid-19 viele neue, spannende Innovationen hervorbringen wird. Gerade E-Learning ist ein Gebiet, das ich persönlich mit großem Interesse verfolge. Ich freue mich, dass wir jetzt alle so eine Bandbreite an Wissen direkt am eigenen Rechner geliefert bekommen – das fördert zum einen das Bewusstsein, dass Lernen nie aufhört, und gibt gleichzeitig die Mittel direkt einzusteigen.

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Welche Frage vermisst Du? Wie würde Deine Antwort darauf lauten?

Wie macht man in Deutschland Optimismus zur Herzenssache?

Ich habe es so oft erlebt, dass uns Menschen skeptisch begegnen, es nicht glauben können, dass unser Angebot wirklich durchweg positiv ist, ganz ohne Haken. Ich glaube, das liegt daran, dass Verbraucher häufig nicht nur schlecht behandelt, sondern auch bevormundet werden. 

Mit mehr Angeboten wie unserem, das nachhaltig zeigt, dass es gut für den Verbraucher ist, wird die Stimmung auch besser werden.  So wie auch beim Ökostrom: Je mehr Menschen sich für Ökostrom entscheiden, desto weniger fossile Brennstoffe sind im Gesamtmix drin – und das ist besser für uns alle!

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